Extrakorporale Magnetotransduktions-Therapie (EMTT)
Tiefenwirksame Impulse für Schmerzreduktion und Regeneration
Die Extrakorporale Magnetotransduktions-Therapie, kurz EMTT, ist ein modernes, schmerzfreies und nicht-invasives Behandlungsverfahren zur Therapie von Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems.
Dabei werden hochenergetische Magnetimpulse außerhalb des Körpers erzeugt und gezielt in das betroffene Gewebe geleitet. Im Vergleich zu klassischen Magnetfeldtherapien arbeitet die EMTT mit einer höheren Frequenz und Magnetfeldstärke. Dadurch können die Impulse tief in das Gewebe eindringen und dort biologische Prozesse auf zellulärer Ebene anregen.
Die EMTT kann körpereigene Heilungsprozesse unterstützen, entzündliche Reaktionen beeinflussen und zur Linderung von Schmerzen beitragen — ganz ohne Operation oder Medikamente.
Warum EMTT?
Ihre Vorteile auf einen Blick
Nicht-invasiv
unkomplizierte äußerliche Anwendung
Schmerzfreie Behandlung
in der Regel angenehm und gut verträglich
Tiefenwirksame Impulse
Magnetimpulse können auch tieferliegende Gewebestrukturen erreichen
Aktivierung körpereigener Regeneration
Unterstützung von Heilungsprozessen in Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenken
Kurze Behandlungsdauer
ambulant durchführbar und gut in den Alltag integrierbar
Sinnvoll kombinierbar
z. B. mit Stoßwellentherapie, Akupunktur oder weiteren konservativen Therapieverfahren
Wie wirkt die EMTT?
Die therapeutische Wirkung der EMTT beruht auf elektromagnetischen Impulsen, die biologische Prozesse im Gewebe beeinflussen können. Dabei stehen vor allem zwei Mechanismen im Mittelpunkt:
1. Piezoelektrizität
Kollagenhaltige Strukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder besitzen piezoelektrische Eigenschaften. Das bedeutet: Durch mechanische oder elektrische Reize können in diesen Geweben elektrische Spannungen entstehen.
Die EMTT nutzt diesen Effekt, um Zellmembranen und Gewebestrukturen zu stimulieren. Dadurch kann die Durchlässigkeit von Ionenkanälen beeinflusst werden. Dies kann wiederum verschiedene Zellreaktionen auslösen, etwa den Abtransport entzündungsfördernder Substanzen, eine Entspannung der Muskulatur und eine Verbesserung der lokalen Durchblutung.
Diese Prozesse können zur Schmerzlinderung und zur Verbesserung der Gewebefunktion beitragen.
2. Elektroporation
Bei der Elektroporation werden Zellmembranen durch kurze Impulse vorübergehend durchlässiger. Dadurch kann der Austausch von Ionen und Molekülen verbessert werden.
Dieser Effekt kann Heilungsprozesse unterstützen und die Regeneration von gereiztem oder geschädigtem Gewebe beschleunigen.
Effekte der EMTT
Schmerzlinderung
Durch die Beeinflussung neuronaler Aktivität und entzündlicher Prozesse kann die EMTT zu einer spürbaren Schmerzreduktion beitragen. Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach wenigen Sitzungen über eine Besserung der Beschwerden.
Beschleunigte Geweberegeneration
Die EMTT kann die Aktivität knochen- und bindegewebsbildender Zellen stimulieren. Dadurch können Heilungsprozesse an Sehnen, Muskeln, Knochen und Gelenken unterstützt werden.
Entzündungshemmung
Die EMTT kann entzündliche Prozesse beeinflussen und wird daher auch bei degenerativen und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt, zum Beispiel bei Arthrose oder aktivierten Gelenkbeschwerden.
Einsatzgebiete der EMTT
Die EMTT kann bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden, unter anderem bei:
- Tendinopathien, z. B. Achillessehnenschmerzen, Schultersehnenreizungen oder Sehnenscheidenentzündungen
- Arthrosen und degenerativen Gelenkerkrankungen, auch im aktivierten Stadium
- Schmerzsyndromen des Rückens und des Nackens
- Knochenmarksödemen, z. B. bei Symphysenentzündung oder Steißbeinschmerzen
- akuten Muskelverletzungen, z. B. Muskelfaserriss
- akuten Gelenkkapselverletzungen
- verzögerter Knochenheilung
Kombinationsmöglichkeiten
Die EMTT lässt sich sehr gut mit anderen konservativen Behandlungsverfahren kombinieren. Je nach Beschwerdebild kann eine ergänzende Therapie sinnvoll sein, zum Beispiel mit:
- Stoßwellentherapie
- Akupunktur
- Physiotherapie
- Chirotherapie
- Trainingstherapie
- weiteren regenerativen oder orthopädischen Verfahren
Die Kombination verschiedener Verfahren kann helfen, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und Heilungsprozesse gezielt zu unterstützen.
Ablauf der Behandlung
Vor Beginn der Therapie erfolgt eine ausführliche orthopädische Untersuchung und Diagnosestellung. Anschließend erstellen wir einen individuell abgestimmten Therapieplan.
Die Behandlung erfolgt ambulant. Während der Anwendung wird der Therapiekopf über dem betroffenen Bereich positioniert. Die Magnetimpulse dringen durch Kleidung und Gewebe in die Zielregion ein.
Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei, erfordert keine Betäubung und kann ohne Ausfallzeit durchgeführt werden.
Je nach Beschwerdebild sind meist mehrere Sitzungen sinnvoll. Die genaue Anzahl und Frequenz der Behandlungen richtet sich nach Diagnose, Beschwerdedauer und individuellem Therapieverlauf.
Risiken und Nebenwirkungen
Die EMTT gilt als sehr gut verträgliches und sicheres Verfahren. Da die Behandlung nicht-invasiv ist, entstehen keine Wunden und es sind keine Injektionen erforderlich.
Gelegentlich können vorübergehend leichte Reaktionen auftreten, zum Beispiel:
- kurzfristige Wärme- oder Druckempfindung
- vorübergehende Veränderung der Beschwerden
- leichte muskuläre Reaktionen im behandelten Bereich
Diese Reaktionen sind in der Regel harmlos und klingen meist rasch wieder ab.
Wann sollte die EMTT nicht angewendet werden?
Trotz der hohen Sicherheit darf die EMTT nicht angewendet werden bei:
- Herzschrittmachern
- elektronischen Implantaten
- Schwangerschaft
Relative Kontraindikationen bestehen bei:
- Tumoren im Behandlungsbereich
- Tätowierungen oder Permanent-Make-up mit Metallpartikeln im Behandlungsareal
- gestörtem Temperaturempfinden
- Anwendung bei Kindern
Ob eine EMTT-Behandlung in Ihrem individuellen Fall geeignet ist, klären wir vorab im persönlichen Gespräch und im Rahmen der orthopädischen Untersuchung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Ist die EMTT schmerzhaft?
Nein. Die EMTT ist in der Regel schmerzfrei und wird von den meisten Patientinnen und Patienten als angenehm empfunden. Eine Betäubung ist nicht notwendig.
2. Wie schnell wirkt die EMTT?
Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach wenigen Sitzungen über eine spürbare Schmerzreduktion. Der volle Effekt kann sich jedoch auch erst im Verlauf mehrerer Wochen entwickeln, da regenerative Prozesse Zeit benötigen.
3. Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Die Anzahl der Sitzungen hängt vom Beschwerdebild, der Dauer der Beschwerden und dem individuellen Heilungsverlauf ab. Häufig werden mehrere Sitzungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
4. Kann die EMTT mit Stoßwellentherapie kombiniert werden?
Ja. Die EMTT kann sehr gut mit der Stoßwellentherapie kombiniert werden. Während die Stoßwellentherapie mechanische Reize setzt, arbeitet die EMTT mit elektromagnetischen Impulsen. Beide Verfahren können sich je nach Indikation sinnvoll ergänzen.
5. Für welche Beschwerden eignet sich die EMTT besonders?
Die EMTT kommt vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates zum Einsatz, etwa bei Sehnenreizungen, Arthrose, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Muskelverletzungen, Knochenmarksödemen oder verzögerter Knochenheilung.
6. Gibt es Ausfallzeiten nach der Behandlung?
In der Regel nicht. Alltagsaktivitäten sind meist direkt nach der Behandlung wieder möglich. Bei akuten Verletzungen oder stärkeren Beschwerden kann es jedoch sinnvoll sein, intensive sportliche Belastungen vorübergehend zu reduzieren.
7. Ist die EMTT eine Alternative zur Operation?
In vielen Fällen kann die EMTT als konservatives Therapieverfahren helfen, Beschwerden zu lindern und Heilungsprozesse zu unterstützen. Ob dadurch eine Operation vermieden werden kann, hängt jedoch von der jeweiligen Diagnose und dem individuellen Befund ab.
8. Wer darf keine EMTT erhalten?
Die Behandlung darf nicht durchgeführt werden bei Herzschrittmachern, elektronischen Implantaten oder während der Schwangerschaft. Bei Tumoren im Behandlungsbereich, Metallpartikeln in Tätowierungen oder Permanent-Make-up, gestörtem Temperaturempfinden sowie bei Kindern ist eine besonders sorgfältige ärztliche Abwägung erforderlich.
9. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kostenübernahme hängt von der jeweiligen Versicherung und der individuellen Indikation ab. Wir beraten Sie hierzu gerne persönlich in unserer Praxis.