Arthro- und Weichteilsonografie
moderner Gelenkultraschall zur präzisen Diagnostik
Die Arthrosonografie, auch Gelenkultraschall genannt, ist ein schonendes und hochauflösendes bildgebendes Verfahren. Mithilfe von Ultraschallwellen lassen sich Gelenke sowie deren umliegende Strukturen detailliert und in Echtzeit darstellen – ganz ohne Strahlenbelastung.
Was wird bei der Arthrosonografie untersucht?
Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung, die vor allem Knochen abbildet, eignet sich der Ultraschall der Gelenke besonders zur Beurteilung von Weichteilstrukturen. Dank modernster Ultraschallgeräte können viele Veränderungen so präzise erkannt werden, dass eine aufwendige MRT-Untersuchung häufig nicht erforderlich ist.
Der Gelenkultraschall eignet sich insbesondere zur Untersuchung von:
Gelenkinnenhaut (Membrana synovialis)
Nachweis von Entzündungen, Verdickungen oder entzündlich-rheumatischen Veränderungen
Gelenkflüssigkeit (Synovia)
Erkennung von Gelenkergüssen oder Zysten, z. B. Bakerzysten
Sehnen und Bänder
Diagnostik von Sehnenentzündungen (Tendinitis), Teil- oder Komplettrupturen sowie Verkalkungen
Knorpel und Knochenoberfläche
Beurteilung der Knorpeldicke und Früherkennung von Knorpelschäden oder Erosionen, oft Monate vor einem röntgenologischen Nachweis
Kindliche Frakturen und Rippenfrakturen
Schonende Diagnostik ohne Strahlenexposition
Punktions- und Injektionshilfe
Ultraschallgesteuerte Injektionen erhöhen die Präzision und Sicherheit im Gelenkspalt deutlich
Vorteile der Arthrosonografie auf einen Blick
Keine Strahlenbelastung
Ideal für Kinder, Schwangere und für Verlaufskontrollen
Dynamische Untersuchung
Gelenke, Sehnen und Bänder können während der Bewegung beurteilt werden
Schnelle Verfügbarkeit
Direkt und unkompliziert in der Praxis durchführbar
Hohe diagnostische Genauigkeit
Moderne Hochfrequenzsonden und Dopplersonografie machen selbst kleinste Entzündungsaktivitäten durch vermehrte Durchblutung sichtbar